Top 10 schönsten Orte in Istrien

In Istrien gibt es sehr viele schöne Städte und Dörfer zu entdecken. Ob belebte Küstenstädte oder einsame Bergdörfer - jeder Ort ist einzigartig! Die folgende Auflistung ist eine persönliche Empfehlung. 

  1. Bale
  2. Vrsar
  3. Groznjan
  4. Dvigrad & Kanfanar
  5. Zavrsje & Oprtalj
  6. Motovun
  7. Porec
  8. Hum
  9. Pula
  10. Rovinj

Bale

Bale ist ein kleines verstecktes Juwel Istriens! Das Städtchen liegt auf einem von Weinbergen und Olivenhainen umgebenen Hügel. Bei einem Spaziergang durch die verwinkelte Altstadt wird man ganz und gar von der mittelalterlichen und mediterranen Atmosphäre eingenommen. Schlendern Sie bei einem Tagesausflug vorbei an pittoresken Steinhäusern, malerischen, kleinen Läden, in denen Kunst und regionale Produkte verkauft werden. Die Gassen bilden Kreise um das Zentrum der Stadt mit dem Kastell der italienischen Familie Bembo aus dem 15. Jahrhundert. In Bale, italienisch auch "Valle" genannt, spricht man nicht nur kroatisch, sondern auch ganz offiziell italienisch und istrisch. Ein Besuch in der Krypta der Kirche und ein Kaffee in der Jazz-Konoba “Kamene Price” sollte man sich nicht entgehen lassen!

Bale Istrien

Vrsar

Einen der schönsten Spaziergänge hat man durch die kleine Hafenstadt Vrsar, die in der Nähe vom Limfjord (Lim Bucht) liegt. Die märchenhafte Kleinstadt besteht aus vielen bunten verwinkelten Straßen, kleinen Cafés und Boutiquen. Lassen Sie sich bei einem Bummel in der Altstadt von den kunterbunten Gassen zu den berühmten Aussichtspunkten leiten. Hier angelangt können Sie einen atemberaubenden Ausblick über den Hafen und das Archipelago Vrsars genießen. Eine spannende Stadtführung mit einem leckeren Eis entlang der mit Palmen gesäumten Promenade ist ebenfalls zu empfehlen! Schnell werden Sie merken, dass in Vrsar sehr viele Skulpturen aus istrischen Stein an verschiedensten Ecken zu finden sind: Parks, Aussichtspunkte, Poller oder auch inmitten eines Kreisverkehrs. Über 150 Skulpturen sind in der kleinen Stadt versteckt! In Vrsar findet nämlich jährlich eine Skulpturenschule im alten Steinbruch statt. Die fertigen Skulpturen werden in der Stadt ausgestellt. Das heißt, wir können uns auf noch mehr tolle Skulpturen freuen!

Vrsar Istrien

Groznjan

Groznjan wurde als Festung bereits von den alten Römern besiedelt, was zahlreiche archäologische Funde wie Mosaik Fragmente, Goldmünzen und Werkzeuge bezeugen. Das heutige Stadtbild ist hauptsächlich vom Mittelalter geprägt. Umgeben von einer Stadtmauer hatte Groznjan ursprünglich zwei Stadttore, heute ist eines davon übrig und heißt die Menschen willkommen in der kleinen Künstlerstadt. In den 1960er Jahren waren große Teile der Ortschaft Groznjan verfallen und verlassen. Doch durch einige Künstler, die sich hier niedergelassen haben, wurde die Stadt wiederbelebt. Heute überzeugt die Künstlerstadt mit atemberaubender Aussicht, romantischen Gassen und vielen kleinen Kunstgalerien und Boutiquen. Weiterhin findet jedes Jahr im Juli ein Jazz-Festival statt, welches tausende Musikliebhaber anlockt.

Groznjan Istrien

Dvigrad & Kanfanar

Dvigrad - viel mehr als nur Ruinen und sollte bei einem Tagesausflug durch Istrien nicht fehlen! Der Legende nach versteckte der berüchtigte Pirat Henry Morgan einen großen Schatz in der alten istrischen Burg. Während seiner Raubzüge in der Karibik, häufte er einen riesigen Schatz an. Nachdem er bei den Engländern in Ungnade gefallen war, befand er sich auf der Flucht und beschloss, sich im Limfjord (Lim Bucht) bei Vrsar zu verstecken. Um seinen Schatz zu schützen, begab er sich auf die Suche nach einem idealen Versteck - und fand ihn in der bereits fast verlassenen Stadt Dvigrad. Heute erstaunt der Ort mit seinen gut erhaltenen Ruinen von etwas mehr als 200 Gebäuden. Nach einem Besuch in Dvigrad lohnt sich auch ein kleiner Abstecher nach Kanfanar. Es gibt dort kleine Workshops, bei denen man typisch istrische Spezialitäten vorzubereiten lernt wie z.B. istrische Fuzi (Pasta). Aber auch ein Besuch einer Konoba kann wärmstens empfohlen werden. Unbedingt selbstgemachte Fuzi mit Wildgulasch probieren!

Dvigrad Istrien

Zavrsje & Oprtalj

Istrien ist nicht nur bekannt für seine wunderschöne Küstenlandschaft, sondern auch für viele mittelalterliche Städte mit überwältigender Naturlandschaft. Zwei dieser Städte sind Zavrsje und Oprtalj, die beide fast in Vergessenheit geraten sind, obwohl sie sowohl geschichtlich als auch kulturell sehr viel zu bieten haben! Beide Ortschaften spiegeln Istriens italienisch geprägte Vergangenheit. Die charmanten Städtchen laden ein zum Verweilen und ein Spaziergang durch die verwinkelten Gassen lässt einen in eine andere Zeit entschwinden.

Oprtalj Istrien

Motovun

Motovun ist eine kleine Stadt auf einem Hügel mit Blick auf das Mirna Tal. Die mittelalterliche Stadt, mit dem italienischen Namen Montana, liegt auf 280 m Höhe und ist umgeben von grünem Hügelland. Den beliebten Ausflugsort Istriens bewohnen heute lediglich um die 500 Menschen. Ausgrabungen zufolge wurde der Hügel bereits von vorrömischen Völkern als Zufluchtsort genutzt. Architektonisch geprägt ist das Städtchen vor allem aus der Zeit der venezianischen Herrschaft. Eine mit alten Steinplatten gepflasterte enge Gasse, die “Gradisol” führt Sie vorbei an vielen Delikatessenläden und Konobe, durch die alten Stadttore hin zum lebhaften Hauptplatz der Stadt Trg Andrea Antico. Dieser ist umgeben von alten Bauwerken, der Kirche Sv. Stjepan und einem freistehenden Glockenturm. Die Stadt bietet allerdings nicht nur eine faszinierende Geschichte und außergewöhnliche Aussicht auf das Inland Istriens, sondern ist auch bekannt als Trüffel- und Weinregion. Daher ist es zu empfehlen, nach einem schönen Spaziergang um die Stadtmauer sich eine schöne Konoba auszusuchen und köstliche Trüffelspezialitäten zu kosten. Anschließend lohnt sich noch ein Besuch bei einem Weingut: Hier können Sie noch einmal das einzigartige Ambiente der Region genießen und ausgezeichnete Weine verkosten.

Motovun Istrien

Porec

Die wunderschöne Küstenstadt Porec liegt an der Westküste der kroatischen Halbinsel Istrien. Die Geschichte der Stadt beginnt bereits in der Antike, als die alten Römer die damalige Kolonie Parentium gründeten. Noch heute begeistern die vielen antiken architektonischen Bauwerke Besucher und Einheimische gleichermaßen. So können Sie nicht nur durch die Ruinen des ehemaligen Neptun Tempels schlendern, sondern auch die einzigartige byzantinische Euphrasius Basilika besuchen. Dort finden Sie noch Mosaikfragmente aus dem 4. Jahrhundert und zahlreiche kostbare sakrale Kunstwerke. Die Kirche selbst ist seit dem 6. Jahrhundert fast unberührt geblieben und ist aus diesem Grund UNESCO geschützt. Die besondere Bedeutung und zentrale Lage der Basilika sind maßgeblich verantwortlich für einen ganz besonderen Flair in der Stadt.

Euphrasius Basilika Porec Istrien

Hum

Hum ist mit seinen 30 Bewohnern bekannt als die „kleinste Stadt der Welt“ und verzaubert Sie bei einer Tagestour mit ganz eigenem Charme, Flair und anhaltenden Traditionen. Die Stadt gilt als eines der wichtigsten Zentren für die altslawische glagolitische Schrift. Diese ist eine sehr alte slawische Schrift, die im 9.Jh. entstanden ist und bis zum 19. Jahrhundert verwendet wurde. Die Schrift verlor an Bedeutung, als das lateinische Alphabet immer mehr und mehr genutzt wurde. Heute noch können Sie an vielen Stellen in der Stadt Inschriften und Denkmäler mit der glagolitischen Schrift finden. Falls Sie selber lernen möchten, wie man in der glagolitischen Schrift schreibt, dann ist das “Aura Museum Hum” zu empfehlen. Hier können Sie mehr über die Schrift lernen und sogar eine eigene Postkarte in glagolitischer Schrift verschicken! Die kleinste Stadt der Welt verzaubert nicht nur mit ihrer interessanten Geschichte, sondern ist auch bekannt für den istrischen Mistelschnaps – Biska. Es war ein Priester in Hum, der nach einem jahrtausend alten druidischen Rezept den Schnaps herstellte und als Medizin gegen bekannte Volkskrankheiten wie hohen Blutdruck oder Herzkrankheiten einsetzte. Verkosten Sie die gute “Medizin” in der Konoba der Stadt oder im Likör-Delikatessenladen Aura. Geheimtipp: Besuchen Sie die Friedhofskirche des Heiligen Hieronymus. Hier finden Sie wunderschöne Fresken aus dem 12. Jahrhundert, die ein seltenes Beispiel byzantinischer Malerei in der istrischen Region darstellen. Wenn Sie etwas genauer hinsehen, erkennen Sie auf den Fresken über 40 eingeritzte Graffitis in glagolitischer Schrift!

Hum Istrien

Pula

Pula ist die größte und eine der ältesten Städte Istriens. So wie Porec, war auch Pula eine römische Kolonie. Zahlreiche antike Bauwerke können im Zentrum der Stadt bestaunt werden. Einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten ist natürlich das Amphitheater von Pula. Die Arena, liebevoll von den Einheimischen genannt, wurde im 1. Jahrhundert gebaut, als auch das bekannteste römische Bauwerk dieser Zeit entstand – das Kolosseum in Rom. In der Mitte des Amphitheaters fanden die Gladiatorenkämpfe statt, die Zuschauer saßen auf den seitlichen Steinstufen oder standen in der Galerie. Heute wird die Arena hauptsächlich für Festivals, Konzerte und Opern genutzt. Kleiner Tipp: Anstatt das Amphitheater tagsüber zu besuchen, lohnt es sich, ein Ticket für eine Abendveranstaltung zu holen. Die Atmosphäre bei einem Konzert in der Arena ist einzigartig!

Pula Istrien

Rovinj

Rovinj ist eines der schönsten Städte in Kroatien und verzaubert jährlich unzählige Besucher mit seinem romantischen Charme und Labyrinthartigen Gassen. Die ehemals auf einer Insel gelegene Stadt blickt auf eine sehr reiche Stadtgeschichte zurück. Ein Must-do ist der Besuch der Kirche der Heiligen Euphemia. Euphemia wurde im 3. Jahrhundert in der Nähe des heutigen Istanbuls als Tochter einer angesehenen Senatorenfamilie geboren. In jungen Jahren nahm Euphemia das Christentum an und wandte sich vom Heidentum ab. Der Legende nach wurde sie mit nur 16 Jahren hierfür eingesperrt und gefoltert. So wird erzählt, dass sie an ihren Haaren aufgehängt und auf einem Folterrad befestigt wurde. Zum Schluss wurde sie in eine Grube im Hippodrom in Konstantinopel geworfen, aber weder der Löwe noch der Bär wollten ihr etwas antun. Erst als der Henker kam und sie mit einem Messer erstach, starb sie. Später baute Kaiser Konstantin ihr zu Ehren eine große Kirche in Konstantinopel (Istanbul). Der Sarkophag blieb dort bis zum Anfang des 9. Jahrhunderts. Der Überlieferung nach verschwand der Sarkophag nämlich in einer stürmischen Nacht aus Konstantinopel und erreichte die Küste von Rovinj, wo ihn ein Junge mit seinen zwei Kühen aus dem Meer zog und auf die Spitze des Hügels trug. Die Einwohner der Stadt hielten die Ankunft des Sarkophags an ihrem Ufer für ein Wunder, und so wurde die Hl. Euphemia die Stadtpatronin Rovinjs. Den Sarkophag können Sie sich in der Kirche ansehen. Nach einem langen Spaziergang durch die verwinkelten und malerischen Straßen, lohnt sich eine Auszeit in einem der vielen romantischen Cafes mit atemberaubender Aussicht. Für ein Frühstück oder Brunch empfiehlt sich ein Besuch bei Buffet Trevisol. Für Cocktails ist die einzigartige Valentino Bar der richtige Ort, um direkt am Meer einen perfekten Urlaubsabend zu verbringen!

Rovinj Istrien